Sex nach Prostata OP

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Sex nach Prostata OP, nach radikaler Prostataektomie

Sex nach Proatata OP, penis-prothese

Nach der radikalen Prostataektomie, je nach Tumorausdehnung und Operationstechnik 20 bis 80 % der Männern haben keine Erektion mehr.

Obwohl ein erheblicher Teil der operierten Männer betroffen ist, sind diese speziellen Nebeneffekte bisher wenig beachtet worden.

Jetzt haben dänische Forscher die Störungen der Sexualfunktion nach radikaler Prostataentfernung untersucht.

Die dänischen Urologen um Anders Frey von der Universitätsklinik Herlev haben die Beeinträchtigungen im Sexualleben nach radikaler Prostatektomie, aufgelistet:

  • Orgasmus-assoziierte Inkontinenz,
  • unwillkürlicher Urinabgang bei sexueller Stimulation,
  • verändertes Orgasmusempfinden,
  • schmerzhafter Höhepunkt,
  • Penisverkürzung und -deformation.

In einer systematischen Übersichtsarbeit zu 43 einschlägigen Studien haben sich die Forscher der bisher eher nachlässig behandelten Folgen angenommen, die der Eingriff an Männern mit Prostatakarzinomen nach sich ziehen kann.

Inkontinenz bei Orgasmus oder sexueller Stimulation erleben bis zu 93% der Männer zumindest einige Male nach einer radikalen Prostatektomie.

Die Befragung hat jedoch ergeben, dass sich nur jeder zweite Betroffene daran stört.

Eine veränderte Orgasmusfunktion nehmen fast 80% der Männer wahr.

Schmerzen beim Orgasmus sind seltener, treten aber immerhin bei 3–20% der Patienten auf.

15–68% der Männer nach der Operation stellen fest, dass ihr Penis kürzer geworden ist, 16% müssen mit Deformitäten zurechtkommen.

Die Ursachen für gestörtes Sexualleben

Die Verkürzung und Deformation des Penis soll mit Fibrosen in den Corpora cavernosa zusammenhängen. Umso wichtiger könnte es sein, nervenschonend zu operieren und die Erektionsfunktion zu erhalten, da dies für gute Sauerstoffversorgung des Gewebes sorgt und Fibrosen vorbeugt.

Verändertes Orgasmusempfinden, zumeist eine Abschwächung, steht im Zusammenhang mit erektiler Dysfunktion und dem Verzicht auf eine nervenschonende Operationstechnik.

Schmerzen beim Höhepunkt sind womöglich auf nicht resezierte Spitzen der Bläschendrüse zurückzuführen. Jedenfalls ist bekannt, dass erhaltene Spitzen das Risiko für diese Form der Störung verdoppeln; womöglich liegt dies an spastischen Kontraktionen des verbliebenen Drüsengewebes.

Schäden am Blasenhals und den sympathischen Nervenfasern können zum Urinabgang beim Sex beitragen, da diese Fasern bei der normalen antegraden Ejakulation den Blasenhals verengen und den externen Sphinkter entspannen.

Es sei schwer vorherzusagen, wer zu den Betroffen zählen wird.
Es bestehe aber ein Zusammenhang mit erektiler Dysfunktion und allgemeiner Harninkontinenz. Patienten, die nicht nervenschonend operiert würden, trügen ein höheres Risiko.

 

Ratschläge für den Sex nach der Prostata OP

Bei Inkontinenz liegt es nahe, vor dem Sex die Blase zu entleeren. Auch Penisschlingen können hilfreich sein. Als letzte Möglichkeit kommen chirurgische Eingriffe infrage.

Schmerzhafte Spasmen beim Orgasmus lassen sich mit Tamsulosin verringern.

Gegen den Längenverlust des Penis sind Vakuumpumpen und PDE-5-Hemmer empfohlen worden; ein überzeugender Wirknachweis steht allerdings noch aus.

Behandlung von Impotenz nach Prostata OP: => Impotenz

Quelle: springermedizin.de

 

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